Schwangerschaft ohne Probleme

Der Weg zur sanften Geburt

Die Phasen der Geburt

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Willkommen, Gast · RSS 22.10.2017, 19:04


Die natürliche und sanfte Geburt
Die Phasen der Geburt

Die Eröffnungsphase

Diese Phase beginnt oft schon Tage vor der Geburt mit den sogenannten Vorwehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen. Diese werden, wenn sich die eigentliche Geburt ankündet, häufiger und intensiver und erfolgen dann in meist noch unregelmäßigen Abständen von etwa 10 bis 30 Minuten. In vielen Fällen geht zu diesem Zeitpunkt bereits etwas blutiger Schleim ab, der bisher den Eingang zum Gebärmutterhals verschlossen hatte. Die Kontraktionen der Eröffnungsphase sind leicht und bewirken eine Verkürzung des Gebärmutterhalses, bei Mehrfachgebärenden auch oft schon eine leichte Öffnung des Muttermundes. Es ist nicht schwierig, mit ihnen umzugehen. Wenn sie nachts auftreten, versuchen Sie ruhig, noch etwa weiterzuschlafen. Tagsüber können Sie einen Spaziergang machen, ein Buch lesen, letzte Vorkehrungen für die Geburt treffen, einfache Hausarbeiten erledigen, einige leichte Asanas ausführen oder meditieren. Alles, was Sie entspannt und in eine freudige, harmonische Stimmung versetzt, ist erlaubt und erwünscht. Größere Mahlzeiten sollten Sie zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr einnehmen. Der Körper bereitet sich jetzt auf die Geburt vor und sollte nicht mehr durch zusätzliche Verdauungstätigkeit belastet werden. Wenn die Kontraktionen intensiver und regelmäßiger werden und etwa alle 5 bis 10 Minuten stattfinden, gibt es keinen Zweifel mehr, dass die Geburt begonnen hat.

Die mittlere Phase der Geburt

Die Kontraktionen fordern nun in stärkerem Maße Ihre Konzentration und lassen sich nicht mehr übergehen. In dieser Phase öffnet sich der Muttermund auf etwa 7 bis 8 Zentimeter. Jetzt ist es an der Zeit, bewusst Entspannung und Atem einzusetzen und sich in das Geburtsgeschehen zu vertiefen. Wählen Sie eine Ihnen angenehme Position, die Sie nach Bedarf wechseln können. Liegen Sie auf dem Rücken, auf der Seite oder probieren Sie den Vierfüßerstand. Wenn es Ihnen möglich ist, sich im Sitzen zu entspannen, nehmen Sie eine Meditationshaltung ein, die Sie nicht anstrengt oder setzen Sie sich bequem in einen Sessel oder rittlings auf einen Stuhl, wobei Sie Ihre Arme auf der Lehne aufstützen. Bei einer sitzenden Haltung machen Sie sich die Schwerkraft zunutze, die hilft, das Baby schneller in Richtung Geburtskanal zu befördern.

Richten Sie nun Ihre ganze Aufmerksamkeit auf das völlige Loslassen des gesamten Körpers, wie Sie es bei der Tiefenentspannung gelernt haben. Bitten Sie dazu gegebenenfalls Ihren Partner oder einen Menschen, der Sie bei der Geburt begleitet, die Entspannung der einzelnen Gliedmaßen zu überprüfen, wie im Kapitel über die Tiefenentspannung beschrieben (siehe hier).

Besondere Beachtung brauchen Beckenboden und die Gesichtsmuskulatur, die, wie schon erwähnt, in direktem Zusammenhang stehen. Denken Sie daran: Ein fest zusammengepresster oder verzogener Mund bedeutet immer auch eine verkrampfte Scheidenmuskulatur.

Lassen Sie jede Kontraktion ruhig auf sich zukommen und nehmen Sie sie an, indem Sie sich weit nach unten öffnen. Stellen Sie sich vor, wie die Wehe den Geburtskanal weitet und Ihr Kind dem Geburtsausgang ein Stückchen näher kommt. Versuchen Sie, Wehe oder Kontraktion nicht mit Schmerz zu assoziieren, sondern vielmehr mit harter Arbeit, bei der Sie alle Kraft, die Ihnen zur Verfügung steht, einsetzen. Sie werden hart arbeiten und jede Kontraktion ist ein Meilenstein auf dem Weg zu Ihrem Kind. Vielen Frauen hilft es, sich die Wehen als Wellen vorzustellen, die langsam beginnen, sich zu einem Höhepunkt steigern und langsam wieder abklingen und auf denen Sie zu reiten versuchen. Ein Wellenreiter muss sich der Welle ganz überlassen, mit ihr fließen, wenn er nicht von ihr überrollt werden will. Genauso muss die werdende Mutter sich den auf sie zukommenden Kontraktionen hingeben. Jedes sich Wehren oder dagegen Ankämpfen würde Verkrampfung und Schmerz verursachen. Die Geburtsarbeit bleibt bis zur Austreibungsphase ganz passiv. Sie besteht darin, sich in völliger Gelöstheit der Geburtsenergie hinzugeben, was allerdings, wie auch schon im Kapitel über die Tiefenentspannung erwähnt, mehr Konzentration und Selbstdisziplin erfordert, als eine aktive Mitarbeit. Eine große Hilfe ist dabei der Atem. Indem Sie während der Kontraktionen Ihre Aufmerksamkeit auf den ruhigen, rhythmischen Atem richten, bleiben Sie entspannt und konzentriert.

Beginnen Sie immer mit der „Tiefen Bauchatmung" am Anfang einer Kontraktion und versuchen Sie, diese so lange wie möglich beizubehalten, ohne den Atem dabei zu zwingen oder zu pressen. Diese Atmungsform wirkt sich grundsätzlich sehr günstig auf das Geburtsgeschehen aus, weil die Gebärmutter in ihrer Tätigkeit unterstützt und der Beckenboden weich und entspannt gehalten wird.

Außerdem garantiert die „Tiefe Bauchatmung" eine ausreichende Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind. Allerdings kann bei zunehmender Wehendauer und -intensität der Druck des Zwerchfells auf den Uterus als unangenehm empfunden werden. Wenn dies der Fall ist, beginnen Sie am Anfang der Wehe mit der „Tiefen-Bauchatmung", atmen Sie auf ihrem Höhepunkt kurz und flach aus und ein, und schließen Sie, gegen Ende der Kontraktion, wieder mit der „Tiefen-Bauchatmung". Achten Sie darauf, dass Ein- und Ausatmen die gleiche Länge haben und der Atem rhythmisch fließt. Wie bei der Ausführung der Asanas ist auch während der Geburt - die Pressphase ausgenommen - das oberste Gebot, den Atem niemals anzuhalten, zu zwingen oder zu pressen. Konzentrieren Sie sich auf das bewusste Ausatmen, was die Passivität Ihrer Haltung unterstützt, und lassen Sie das Einatmen von selber folgen. Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass die Atemzüge auf dem Kontraktionshöhepunkt mit zunehmender Wehenintensität und -dauer, kürzer und häufiger werden. Um so wichtiger ist es, die Wehenpausen für tiefes und ruhiges Atmen zu nutzen, um Ihren und den Sauerstoffbedarf Ihres Kindes zu decken. Sie können hierzu beschriebene „Yogi-Vollatmung" benutzen, wenn Sie sie leicht und fließend beherrschen.

Wenn diese Atmungsform für Sie noch mit Anstrengung verbunden ist, leistet Ihnen die „Tiefe-Bauchatmung" bessere Dienste.

Durch zu starkes Einatmen kann ein Überangebot an Sauerstoff leicht zur sogenannten „Hyperventilation" führen, die sich durch Kribbeln oder Krämpfe der Gliedmaßen bemerkbar macht. In diesem Fall formen Sie Ihre Hände zu einer Schale vor Mund und Nase oder nehmen eine Papiertüte, atmen hinein und die ausgeatmete Luft wieder ein, bis die Symptome nachlassen und das Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid in Ihrem Blut wieder ausgeglichen ist.

Wärme wird meist während aller Geburtsphasen als angenehm empfunden, da sie die Muskulatur lockert, was die Entspannung sehr fördert. Manchmal ist der Kreislauf während der Geburt verlangsamt, was sich unter anderem durch kalte Hände und Füße bemerkbar macht. Hier kann Wärme in Form von Wollstrümpfen, oder eine Wärmflasche, die an Füße, in den Rücken, auf den Bauch oder den Beckenboden gelegt wird, außerordentlich zum Wohlgefühl beitragen. Mit einem warmen Sitzbad habe ich während meiner Geburten die besten Erfahrungen gemacht. Das Wasser sollte allerdings nicht höher als etwas über die Taillengegend reichen, weil es sonst zuviel Energie entzieht und eine zusätzliche Kreislaufbelastung darstellt. Sie können das Bad so lange ausdehnen, wie Sie sich wohl dabei fühlen. Sobald Sie aber auch nur den leisesten Drang zum Pressen verspüren, sollten Sie die Badewanne verlassen. Durch die Wärmeeinwirkung kann die Öffnung des Muttermundes sehr viel schneller voranschreiten und die Intensität der Wehen nicht so stark wahrgenommen werden. (Als ich aus der Badewanne stieg, hatte ich gerade noch genügend Zeit, mich auf das Bett zu legen, ehe die Presswehen einsetzten.) Die meisten Hebammen und Ärzte sind auf eine Unterwassergeburt nicht eingerichtet.

Wärme ist nicht angebracht bei überhöhtem Blutdruck oder starkem Schwitzen der werdenden Mutter. Bei vorzeitigem Blasensprung darf wegen der erhöhten Infektionsgefahr nicht gebadet werden.

Die schwerste Phase der Geburt

Für gewöhnlich dauert die Übergangsphase, der schwerste Teil der Geburt, nicht länger als etwa 10 bis 40 Minuten, bis der Muttermund völlig, das heißt auf 10 cm, eröffnet ist. Sie stellt die höchste Anforderung an Ihre Kraft, Konzentration und Selbstdisziplin. Die Kontraktionen werden länger und stärker und erfolgen oft in unregelmäßigen Abständen kurz hintereinander oder manchmal auch ohne Pause, dicht aufeinander. Es können leichte Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Zittern der Beine oder des ganzen Körpers auftreten. Vielleicht ist auch schon ein leichter Pressdrang zu spüren. Wenn eine Frau auf diese Geburtsphase nicht vorbereitet ist, kann es passieren, dass sie sich von der Stärke und Wucht der Kontraktionen überrollen läßt, in Panik gerät oder den Mut verliert. Denken Sie daran, dass diese Phase die kurz bevorstehende Geburt Ihres Kindes ankündet, und dass sie um so schneller beendet ist, je mehr es Ihnen gelingt, loszulassen und mit dem Geburtsgeschehen zu fließen. Jede Angst vor dem Schmerz verursacht, über unnatürliche Verkrampfung der Muskulatur, echten Schmerz. Zudem behindert eine Verkrampfung der Uterusmuskulatur den Blutkreislauf von und zur Gebärmutter und gefährdet die Sauerstoffversorgung des Kindes. Auch Ihr Kind hat jetzt schwere Arbeit zu leisten. Es wird von den machtvollen Kontraktionen des Uterus erfasst, zusammengepresst und in Richtung Geburtskanal geschoben. Sein Kopf wird hart gegen den Beckenboden gedrückt, um den Geburtsausgang zu öffnen. Wie heftig dieser Druck ist und wieviel der kleine Kopf aushalten muss, kann man oft an den roten Druckstellen, den sogenannten Geburtsgeschwülsten und Blutergüssen sehen. Auch das Kind braucht also all seine Kraft, ehe es das Licht der Welt erblicken und in Ihren Armen ausruhen darf. Wenn Sie in dieser schwersten Phase der Geburt nicht vergessen, daß Ihr Verhalten weitgehend bestimmt, wie leicht das Kind auf seinem Weg durch den Geburtskanal vorankommt, wird es Ihnen bestimmt leichter fallen, ruhig und diszipliniert zu bleiben.

Auf dem Höhepunkt der Kontraktionen werden Ihre Atemzüge jetzt wahrscheinlich sehr flach und kurz sein. Die Kontraktionen rollen nicht mehr langsam an, sondern scheinen oft nur noch aus Höhepunkten zu bestehen. Die Entspannung fällt in dieser Phase sehr schwer. Versuchen Sie trotzdem, sobald die Wehen etwas nachlassen, tief aus- und einzuatmen, Sie und Ihr Kind brauchen den Sauerstoff. Versuchen Sie auch, Gesicht und Beckenboden entspannt zu halten. Öffnen Sie den Mund leicht und seufzen oder stöhnen Sie laut aus, wenn Ihnen danach zumute ist. Verkrampfen Sie sich aber nicht, indem Sie jammern oder klagen.

Die Seitenlage oder der Vierfüßerstand werden in dieser Geburtsphase meist als angenehm empfunden. Probieren Sie verschiedene Positionen aus und wechseln Sie bei Bedarf häufig. Ihr Partner kann Ihnen Hilfe stellung leisten, indem er Ihre Beine und Ihren Rücken massiert oder am unteren Rücken mit seiner Hand Gegendruck leistet. Lassen Sie ihn wissen, was Ihnen gut tut. Sie können seine Hand halten und diese mit jeder Kontraktion fest drücken, ihm in die Augen schauen, ihn in die Arme nehmen oder sich von ihm umarmen und ihn so an der Geburt teilhaben lassen. Es kann aber auch sein, dass Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration völlig von der Geburtsarbeit in Anspruch genommen sind, so daß Sie alles um sich herum vergessen und sich auf einer völlig anderen Ebene der Wahrnehmung befinden, wo Sie, ganz nach innen genommen, nur noch der machtvollen Energie und Bewegung innerhalb Ihres Körpers bewußt sind. Vielleicht machen Sie dabei eine der intensivsten Mediationserfahrungen Ihres Lebens.

Die Austreibungsphase

Endlich ist es soweit, die Geburt Ihres Kindes ist jetzt greifbar nahe. Die Kontraktionen erfolgen wieder regelmäßiger und in längeren Abständen, der Muttermund ist völlig geöffnet. Nun dürfen und sollen Sie dem Pressdrang nachgeben und aktiv bei der Geburt Ihres Kindes mitarbeiten. Nehmen Sie eine Position ein, die für Sie effektiv und angenehm und für Arzt und Hebamme akzeptabel ist. Die gängigste Haltung ist die aufgerichtete Rückenlage, mit vielen dicken Kissen oder Decken im Kreuz, so dass Sie halb sitzen. Sie können sich auch von Ihrem Partner, der hinter Ihnen sitzt, stützen lassen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, stellen Sie einen Spiegel am Fußende auf. Es wird Sie inspirieren und Ihnen unglaubliche Kräfte verleihen, wenn der Kopf Ihres Kindes am Scheidenausgang langsam sichtbar wird. Zum Pressen winkeln Sie in dieser Position die Beine an, spreizen sie weit auseinander und ziehen sie dicht an den Körper heran, indem Sie mit den Händen in die Kniekehlen greifen oder die Unterschenkel über die Unterarme hängen lassen. Das Kinn nehmen Sie auf die Brust und stemmen sich beim Pressen mit dem Kreuz auf der Unterlage ab. Eine andere günstige Geburtsposition ist die Hocke, da hier die Schwerkraft dem Kind auf seinem Weg nach unten hilft und das Pressen erleichtert. Allerdings fällt vielen Frauen die - zwischen den Presswehen sehr wichtige - Entspannung hierbei schwer.

Außerdem erschwert diese Haltung der Hebamme oder dem Arzt das Beobachten und Stützen des Damms beim Durchtreten des kindlichen Kopfes. Sprechen Sie deshalb vor der Geburt mit Arzt oder Hebamme über mögliche Geburtspositionen. Eine Alternative bietet hier auch der Gebärstuhl.

Entspannung und tiefes Atmen zwischen den Wehen sind während dieser Phase besonders wichtig, um Ihrem Kind eine ausreichende Sauerstoffzufuhr über das mütterliche Blut zu sichern. Beim Zusammenziehen der Gebärmutter werden nämlich die Blutgefäße abgedrosselt und die Blutzufuhr zur Plazenta stark vermindert. Erfolgt in der Wehenpause die notwendige Entspannung und das tiefe Atmen der Muter, so werden die Blutgefäße wieder weit und der lebensnotwendige Sauerstoff fließt durch die Nabelschnur zum Kind und erlöst es von einer möglichen Erstickungsgefahr. Wenn Sie den Drang zum Pressen verspüren, nehmen Sie die entsprechende Position ein und atmen Sie zweimal tief aus und ein. Halten Sie beim zweiten Atemzug den Atem an und pressen Sie mit aller Kraft und unter größter Anspannung der Bauchmuskeln in Richtung Scheidenausgang, wo Sie Gegendruck verspüren. Achten Sie darauf, den Beckenboden und die Gesichtsmuskulatur wenn irgend möglich entspannt zu halten. Halten Sie den Atem so lange es geht. Wenn es nicht mehr geht, atmen Sie schnell aus und wieder tief ein um die restliche Presswehe noch zu nutzen. Besonders Erstgebärende müssen beim Pressen einen Augenblick der Furcht ein Gefühl des „Platzens" überwinden. Haben Sie keine Sorge, die Hebamme oder der Arzt werden den Damm genauestens beobachten. Mit dem Eintritt des kindlichen Kopfes in die Geburtsöffnung, dem sogenannten „Schneiden", weil es sich für die werdende Mutter durch ein schneidendes, stechendes Gefühl am Beckenboden bemerkbar macht, werden sie den Damm stützen und, bei zu schnellem Durchtreten des Kopfes, die Mutter bitten für einen Moment nicht mehr mitzupressen, um einen Dammriss zu verhindern. Hierzu wenden Sie die Atemtechnik des „Hechelns" an, die aus kurzen hechelnden Atemzügen besteht, und mit denen Sie Ihren Drang zum Mitpressen zurückhalten. Inzwischen „entwickelt" die Hebamme oder der Arzt den kindlichen Kopf und mit der nächsten Presswehe ist der Kopf des Kindes geboren. Damit ist der schwierigste Teil der Geburt beendet. Der übrige Körper des Kindes gleitet jetzt mühelos heraus und Sie werden es vielleicht kaum fassen können, dass Ihr Kind bereits geboren ist. Diesen Augenblick der eigentlichen Geburt des Kindes zu beschreiben ist fast unmöglich. Für mich persönlich war es immer wieder unfassbar, dass sich ein solch vollkommenes Wesen in meinem Bauch entwickelt hat. Es war ein Gefühl von größter Ehrfurcht und Dankbarkeit, von Lachen und Weinen gleichzeitig. Ein Moment der tiefsten Stille und der unmittelbaren Erfahrung des völligen im Hier-und-Jetzt-Seins, - das erste Zusammentreffen mit „meinem" Kind, das sich mir unauslöschbar eingeprägt hat.

Wenn die Nabelschnur nicht mehr pulsiert, wird die Hebamme das Kind abnabeln und so versorgen, wie Sie es vorher abgesprochen haben. Wenn es die Umstände erlauben, behalten Sie Ihr Baby bei sich. Halten Sie es in Ihren Armen, streicheln Sie es und kommunizieren Sie mit ihm. Bedecken sie es eventuell mit einem zarten Seiden- oder Baumwolltuch und legen Sie eine leichte Wolldecke darüber oder wärmen Sie es, wenn die Raumtemperatur es erlaubt, mit Ihrem Körper. Viele Babys lieben es, bereits unmittelbar nach der Geburt an der mütterlichen Brust zu saugen, was die Milchbildung fördert und den Uterus zu einem erneuten Zusammenziehen anregt, um in der Nachgeburtsphase die Plazenta auszustoßen. Damit ist die Geburt beendet.






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